ZMF art-spot

28-30 JULI
2026

ZMF art-spot 

Ich freue mich Teil des neuen Projekts innerhalb des Zelt Musik Festivals in Freiburg zu sein. 

Das ZMF art-spot bietet Kunstschaffenden aus Freiburg die Möglichkeit, in entspannter Festival-Atmosphäre, ihre Kunst zu zeigen. 

Die allererste ZMF Pop-Up-Galerie und ich bin   dabei!

Vom Suchen und sich selbst Finden

Beim Malen gehe ich intuitiv vor. Ich suche mir ein Blatt Papier aus, mache es nass und trage eine Farbe langsam auf. Am liebsten arbeite ich mit Aquarellfarben in den drei Grundfarben: rot, gelb, blau. Wenn ich eine andere Farbe haben möchte, mische ich direkt auf das Papier, entweder in mehreren dünnen Schichten oder mit viel Wasser.

Phase 1 – die Farbe
Aus den Grundfarben entstehen unendlich viele Farben und Nuancen, die man gar nicht fertig kaufen könnte. Manchmal bleibe ich nur dabei und erfreue mich an den entstandenen Farben.

Phase 2 – die Bewegung
Manchmal aber gehe ich einen Schritt weiter und bewege die Farbe oder bringe noch eine ins Spiel. Dabei entstehen Tiefen, Formen, Verläufe, Lichter und es bahnen sich schon Motive an. Auch in dieser Phase können eigenständige Bilder entstehen.


Oder meine Phantasie wird angeregt und es geht weiter. Das Bild zeigt schon eine Richtung. Ich drehe es immer wieder, schaue es mir aus der Nähe und aus der Ferne an, bis ich etwas erkenne. Eine Landschaft, eine Figur, ein Gesicht… Und dem gehe ich nach.

Phase 3 – das Motiv
Wie es der Titel meiner Ausstellung schon verrät, sind sehr oft weibliche Figuren entstanden. Fast schon Selbstportraits. In einer Lebensphase, in der ich auf mehreren Ebenen auf der Suche nach mir Selbst war. Die Bilder haben das widergespiegelt, was in mir vorging. Ohne, dass ich je die Absicht gehabt hätte mich selbst aufs Blatt zu bringen. In dieser Lebensphase wäre ich nie auf die Idee gekommen, mich in den Mittelpunkt zu stellen und zu zeigen. Deshalb blieben diese Bilder auch lange in Mappen verborgen und von mir als „keine echten Bilder“ abgestempelt

Phase 4 – Umwandlung
Ein Bild habe ich weitergeführt und in die Plastik abstrahiert, umgewandelt. Die Plastik spricht eine andere Sprache, sie ist subtiler und unkonkreter. Sie bleibt auf Distanz. Man muss sich mit ihr auseinandersetzen um sie zu verstehen. Das konnte ich dann im Raum stehen lassen und zeigen. Und ich konnte dadurch auch immer mehr lernen meinen Raum einzunehmen und mich zu zeigen.

 

Aktuell arbeite ich hauptsächlich plastisch, mit Keramik, und bin dabei mir Aufbau- und Veredelungstechniken anzueignen, die möglichst natürlich sind und die Qualität des Tons unverfälscht weitertragen. Ich experimentiere mit natürlichen Farben und möchte als nächstes den Ton mit Glas verbinden und so neue Gestaltungsmöglichkeiten entdecken. Auch Bilder entstehen parallel und werden irgendwann mit Plastiken wieder ein gemeinsames Motiv finden.

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